Aktuelles

Petra Gerster & Christian Nürnberger


 


 

Gaby Köster zu Gast bei den Westerwälder Gesprächen!

Die 90er-Jahre wären ohne Gaby Köster und ihre Rolle als Rita Kruse oder ihr Engagement bei „7 Tage – 7 Köpfe“ nicht denkbar,“ so begrüßten Jenny Groß und Dominic Bastian Gaby Köster als Gast ihrer jüngsten Veranstaltung der „Westerwälder Gespräche“ im Haus Mons Tabor. Zur Einstimmung hören die Anwesenden das Stück „Kobold“ von Edvard Grieg auf dem Schimmel gespielt von Lisa Klöckner.

Gaby Köster hat es sich auf der Bühne bequem gemacht. „ Ihr habt tolle Möbel, Montabaur“, lacht sie. „Selten so bequem gesessen!“

So Montabaur, pass auf“, beginnt Gaby Köster in gewohnt sympathischem kölschen Dialekt und macht es sich in ihrem Sessel auf der Bühne gemütlich. Es ist still in der Stadthalle, sie beginnt aus ihrem Werk „Die Chefin“ zu lesen. Darin hat Köster ihr altes Ego geschaffen. Eine Frau, Anfang 40, die durch einen Unfall ihr Leben fortan im Rollstuhl bestreiten muss. Dabei verliert die Protagonistin nie ihren Humor und erlebt mit ihrem Umfeld einige Abenteuer.

Nachdenklich wird es in der mit 180 Menschen gefüllten Stadthalle, als die beiden Moderatoren, Groß und Bastian, zur Fragerunde aufrufen. Hier erzählte Gaby Köster höchst emotional und privat, wie es ihr mit dem Schlaganfall erging, was sie in ihrer Zeit im Krankenhaus erlebte und wie sie heute zur Presse steht. Nachdenklich, ehrlich und stets mit schwarzem Humor ausgestattet, so erlebte Montabaur die in Köln wohnende Köster. „Wir haben keine Ohren dafür, wenn das Schicksal zu einem seiner berüchtigten Schläge ausholt – deshalb heißt es ja auch Schlaganfall“ ist einer ihrer typischen humorvollen Sätze an diesem Abend.

Was anders sei, wenn man prominent und krank ist, wollte eine Krankenschwester aus dem Publikum wissen. Gaby Köster: „Ich hatte ja die Presse auf den Fersen und die Krankenschwester kam auf die Idee, mich Frau Peters zu nennen. Sie kam morgens in mein Zimmer und sagte: So Frau Peters, jetzt waschen wir uns mal. Das war schon irgendwie komisch. Als ich später wieder sprechen konnte, krischten se alle Angst vor mir. Ich hab’ die dann gerufen und gesagt: Kommt mal alle her und setzt euch aufs Bett, ich bin nicht vom Mars, sondern aus Nippes und mir is’ was Blödes passiert. Ob prominent oder nicht – wir müssen alle auf die Bettpfanne. Das ist nicht schön. Ich hätte mal eine Idee für eine Erfindung. Das Problem ist nicht das Reinmachen, sondern den Topf aus dem Bett zu nehmen – da geht immer was verschüttet. Vielleicht sollte man einen Wulst drum machen oder eine Vakuumpfanne entwickeln.“

Wir sind stolz, Gaby Köster hier bei uns begrüßen zu dürfen. Sie hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass wir den Humor im Leben nie verlieren und das Schicksal annehmen müssen,“ erklären Jenny Groß und Dominic Bastian und geben bereits einen Ausblick in das nächste Jahr, in dem wie gewohnt zwei Veranstaltungen – eine in Westerburg, eine in Montabaur – der Westerwälder Gespräche stattfinden sollen.

 

 

 


 

Gaby Köster kommt zu den Westerwälder Gesprächen!

Die bekannte Schauspielerin und Comedian Gaby Köster („Ein Schnupfen hätte auch gereicht“; 2011) ist am Donnerstag, 28. September 2017, ab 19.00 Uhr live in der Stadthalle Montabaur zu erleben. Sie stellt dort ihr neues Buch „Die Chefin“ vor. Lustig, spannend und abenteuerlich, so wie wir Gaby Köster kennen, ist auch ihr Buch verfasst. Im Zentrum der Handlung steht Marie Sanders, deren Leben in eine Schieflage geraten ist. Die Rocksängerin sitzt nach einem Schlaganfall, den sie kurz nach ihrem 42. Geburtstag erlitten hat, im Rollstuhl und muss ihr Leben neu sortieren. Köster präsentiert mit ihrer Romanfigur Marie ihr alter Ego, denn mit Mut, Selbstvertrauen, Humor und Schlagfertigkeit hat auch sie nach ihrem Schlaganfall den Weg zurück ins Leben gemeistert. Das Unmögliche wird möglich und mit dem nötigen Witz trotzt sie den Widrigkeiten des Alltags.

Wer Gaby Köster kennt, weiß, dass sie nicht nur aus ihrem Roman vorlesen, sondern auch abenteuerliche und humorige Geschichten aus ihrem Leben erzählen wird. Karten (10 Euro für Erwachsene und ermäßigt 7 Euro) gibt es ab Anfang August bei den folgenden Vorverkaufsstellen: Buchhandlung Erlesenes in Montabaur, Touristen-Information Montabaur und der Buchhandlung Logo in Westerburg. Eine Abendkasse ist ebenso eingerichtet. Weitere Informationen unter www.ww-gespraeche.de

 

 


 

Gaby Köster zu ihrem Buch "Die Chefin"

Donnerstag, 28. September 2017 um 19.00 Uhr

in der Mons-Tabor-Halle Montabaur

 


 

Jornalist und ARD Tagesschausprecher Constantin Schreiber zu Gast bei den Westerwälder Gesprächen

- Vorstellung des Buches "Inside Islam" -

Westerburg. Der Grimme-Preisträger, bekannte Autor und Moderator von u.a. der Tagesschau und dem ARD Nachtmagazin, Constantin Schreiber, kommt am Freitag, 19. Mai in die Aula des Konrad-Adenauer-Gymnasiums Westerburg ab 19.00 Uhr. Die Organisatoren und Moderatoren der bekannten Westerwälder Gespräche, Jenny Groß und Dominic Bastian, haben ihn als ihren nächsten Referenten gewinnen können und sind über die Wahl ihres Gastes sehr zufrieden. „Aktuell wird sein neustes Buch in sehr vielen renomierten Magazinen und in sämtlichen Medien diskutiert. Mit „Inside Islam“ hat er ein durchaus spannendes Thema gewählt. Nicht zuletzt durch seinen beruflichen Wechsel zur ARD Tagesschau hat Schreiber einmal mehr bewiesen, dass er einer der zukunftsweisenden Journalisten des Landes ist,“ erklärt Jenny Groß. Für die deutsche-arabische Talkshow „Marhaba – Ankommen in Deutschland“, in der er Flüchtlingen das Leben in unserem Land erklärt, wurde er 2016 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. „Schreiber stellt den ersten deutschen Moschee-Report vor. Er recherchierte in einer für uns teils sehr unbekannten Realität und fasst seine Ergebnisse anschaulich und spannende in seinem Buch vor,“ sagt Dominic Bastian.

Karten (7 Euro für Erwachsene/ 5 Euro für Schüler und Studenten) gibt es ab sofort in der Buchhandlung „Logo“ in Westerburg, an der Abendkasse oder Reservierungen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

 


 

Westerwälder Gespräche laden zur Diskussion ein

Prof. Dr. Michael Wolffsohn über Weltfrieden und Zivilcourage

 

Prof. Dr. Michael WolffsohnMontabaur. Die Westerwälder Gespräche fanden jüngst in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums in Montabaur mit dem Publizisten und Historiker Prof Dr. Michael Wolffsohn statt. Etwas mehr als 100 interessierte Zuhörer kamen und hörten einem spannenden Vortrag, der am Ende in eine interessante Diskussionsrunde mündete. „Wir freuen uns, mit Prof. Dr. Wolffsohn einen bekannten Gast zu haben, der mit seinen beiden neuen Werken „Zum Weltfrieden“ und „Zivilcourage“ wieder zum Nachdenken und zur Diskussion einlädt,“ so begrüßten Dominic Bastian und Jenny Groß (Organisations-und Moderationsteam) die Besucher.

 

Die Welt ist aus den Fugen: Staaten zerfallen, nicht-staatliche Akteure besetzen die Lücken. Wolffsohn sagte in Montabaur: „Die fehlerhafte Konstruktion der Staaten ist schuld. Wenn Bevölkerungsstruktur (Demographie) und Staatsgrenzen (Geographie) nicht deckungsgleich sind, werden Staaten auf Dauer instabil und zerbröseln.“ Er plädiert in seinem neuen Buch "Zum Weltfrieden" für ein Umdenken, weg vom traditionellen Staatenmodell, hin zu föderativen Systemen, in denen jeder Bevölkerungsgruppe (Kommunikationsgemeinschaft) personale Selbstbestimmung garantiert wird.

Der Förderalismus der Vereinigten Staaten wird von ihm als historisches Vorbild angesehen. Dort haben sich, seiner Meinung nach, politische Denker ans Werk gemacht und ein Staatenmodell konstruiert, in dem den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen so viel Selbstbestimmung zuerkannt wird, dass sie politisch befriedigt sind.

Der Förderalismus der Vereinigten Staaten wird von ihm als historisches Vorbild angesehen. Dort haben sich, seiner Meinung nach, politische Denker ans Werk gemacht und ein Staatenmodell konstruiert, in dem den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen so viel Selbstbestimmung zuerkannt wird, dass sie politisch befriedigt sind.

„Nur die Befriedigung des Verlangens nach politischer Selbstbestimmung führt zu Befriedung. In Syrien wird solange kein Frieden einkehren, wie man glaubt, dass es das syrische Volk gäbe. Erst wenn die sehr unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Syrien personale Selbstbestimmung erhalten - was nur in einem föderativen System und nicht in einem „Nationalstaat“ möglich ist – gibt es Hoffnung auf Frieden“, so der Historiker und Publizist.

Ähnlich verhalte es sich in vielen zerbröselnden Staaten im Nahen Osten und in Afrika. Wolffsohn hält die gegenwärtige Weltordnung für problematisch, weil sie für eine Krise, einen Krieg, einen Bürgerkrieg nach dem anderen gesorgt habe und auch in Zukunft sorgen werde. Flüchtlingsströme seien ja nur ein Symptom dafür. Die Rettungsmaßnahmen gekenterter Flüchtlingsboote im Mittelmeer seien notwendig und moralisch unabdingbar. „Aber das ist lediglich ein Heftpflaster. Die Grundfrage lautet doch: Warum ist das internationale Staatensystem in diese Unordnung geraten? Wenn man ganz nüchtern Krisenregion für Krisenregion, zerbröselnden Staat für zerbröselnden Staat analysiert, kommt man zu dem Ergebnis, dass jeweils keine Deckungsgleichheit zwischen Bevölkerungsstruktur und Staatsgrenzen besteht“, erklärt Wolffsohn.

 

"Zivilcourage" gilt in unserer offenen, demokratischen Gesellschaft als eine Art Tugend: Der Bürger, der bei Unrecht nicht tatenlos wegschaut, sondern mutig eingreift, erntet allenthalben öffentliches Lob, probt er doch den "Aufstand der Anständigen". So weit, so schlecht, findet Wolffsohn, der in seiner jüngsten Streitschrift die These vertritt, angewandte Zivilcourage sei eine Variante der Selbstjustiz und nur nötig, weil der Staat seine Bürger im Stich lasse. So fand auch nach dem Vortrag zwischen Referent und den zahlreichen Gästen der Westerwälder Gespräche eine spannende und kontroverse Diskussion darüber statt, ob die Bürger nun tatsächlich lieber darauf warten sollen, bis der Staat bzw. die Polizei in ein Geschehen eingreift, oder ob es doch richtig sei, bei Tätlichkeiten oder anderem selbst einzugreifen.

„Ich habe nicht nur nichts gegen Zivilcourage, ganz im Gegenteil, ich bin dafür. Aber es ist die Aufgabe des Staates, den Schutz seiner Bürger nach innen und außen sicherzustellen. Und wenn der Staat seine Bürger zur Zivilcourage aufruft, dann heißt das doch im Klartext: Wir sind dazu nicht mehr in der Lage. Wenn wir uns die Statistiken ansehen, dann sehen wir, dass diese Aussage leider stimmt.“, erklärte Wolffsohn seine Haltung zur Zivilcourage.

 

„Wir hoffen doch, dass die Menschen letztlich wissen, wann sie sich einmischen und Zivilcourage zeigen müssen“, appellierten die beiden Organisatoren und Moderatoren Jenny Groß und Dominic Bastian am Ende der Diskussionsrunde. Es gehörte schließlich zu unserem Dasein dazu, dass wir Menschen in Not helfen.

 

Am Ende unterstrich Jenny Groß noch einmal das Ziel der Westerwälder Gespräche: „Unser Anspruch ist es, dass wir auch Referenten einladen, deren Thesen zur kontroversen Diskussion anregen. Gegen den Strich gebürstete Ansichten können neue Impulse setzen und eine Debatte bei den Zuschauern und in der Gesellschaft auslösen, das ist das Ziel der Westerwälder Gespräche.“

 

Die nächste Veranstaltung der Gesprächsreihe findet im Frühjahr 2017 mit Constantin Schreiber (Autor, Grimme-Preisträger und Journalist) in Westerburg statt.

 

Prof. Dr. Michael Wolffsohn

 


 

 

Von Weltfrieden und Zivilcourage – Wolffsohn spricht bei den Westerwälder Gesprächen

M. Wolffsohn

© Michael Wolffsohn  honorarfrei      

Stand 1/2014

bei Abdruck bitte Beleg an     

Prof. Dr. Michael Wolffsohn             Universität der Bundeswehr München Historisches Institut                          D-85577 Neubiberg

 

Der Download von Autorenfotos sowie deren Abdruck oder das Einstellen auf Websites ist ausschließlich für Pressezwecke, werbliche Maßnahmen sowie Lizenzausgaben gestattet, die im direkten Zusammenhang mit ein bei dtv erschienenem Werk des Autors / der Autorin stehen. Der dem Bild angefügte Copyright-Hinweis ist zu nennen.

 

 

Montabaur. Nach dem erfolgreichen Debüt des neuen Moderations-und Organisationsteams der Westerwälder Gespräche, Jenny Groß und Dominic Bastian, geht die Gesprächsreihe am Donnerstag, 22. September 2016 in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums um 19 Uhr weiter. Zu Gast ist der Historiker und Publizist Prof Dr. Michael Wolffsohn. Von 1981 bis 2012 war er Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Wolffsohn veröffentlicht regelmäßig in nationalen und internationalen Medien und hat über 30 Bücher vorgelegt, unter anderem ›Wem gehört das Heilige Land?‹ (11. Aufl. 2014).

Er wird bei den Westerwälder Gesprächen zu seinen beiden neusten Werken „Zivilcourage“ und „Zum Weltfrieden – ein politischer Entwurf“ sprechen. „Wir freuen uns, einen bekannten Historiker begrüßen zu können, der gerade in der aktuellen politisch-gesellschaftlichen Weltsituation mit seiner Expertise wieder ein gefragter Gast in Talkshows ist,“ sagen Groß und Bastian (Organisationsteam). Wolffsohns provokante These, dass der Staat seine Verantwortung nicht weiter auf die Bürger abschieben solle, indem diese Zivilcourage zeigen, hat für Diskussionen gesorgt. Dieser soll auch am 22. September Raum gegeben werden. Ebenso geht es darum, dass die Welt aus den Fugen scheint, Staaten zerbrechen, Bürgerkriege breiten sich aus, Terroristen wie Staatschefs stoßen in Lücken vor, die sich durch scheiternde Staaten auftun. Jede neue Krise löse hektische Aktivitäten aus, so Wolffsohn – aber wieso ist eine Friedenspolitik auf allerhöchstem Niveau noch nicht gefunden?

 

Michael Wolffsohn analysiert die Situation in den aktuellen und potentiellen Krisengebieten der Welt, indem er der politischen Geografie, also den Staatsgrenzen, die Folie der Bevölkerungsstruktur, sprich: die demografische Geografie, unterlegt. Nachhaltige Lösungen können nur auf einem Föderalismus-Prinzip beruhen, das – auch grenzüberschreitend – auf der weitgehenden Unabhängigkeit einzelner Einheiten oder Gemeinschaften aufbaut. In ›Zum Weltfrieden‹ plädiert Michael Wolffsohn für ein radikales Umdenken, weg vom traditionellen Staatenmodell, hin zu föderativen Systemen.

 

Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Erlesenes in Montabaur (7 Euro Erwachsene, 5 Euro Schüler/Studenten), an der Abendkasse oder per Reservierung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kartenreservierung an die eMail Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Volles Haus bei den Westerwälder Gesprächen - EM-Fieber nun ausgebrochen

Die Westerwälder Gespräche hatten kürzlich ihren Neustart mit dem neuen Moderations- und Organisationsteam Jenny Groß und Dominic Bastian. Die Gesprächsreihe hat sich in den bereits 31 Jahren ihres Bestehens im Kreis etabliert. Mit dem bekannten ZDF-Fußballkommentator und -moderator Boris Büchler konnten mehr als 250 Gäste in der Stadthalle Westerburg begrüßt werden. Unter den Gästen waren auch Landrat Achim Schwickert, der Westerburger Beigeordnete Dieter Dünnes und die Familie von Boris Büchler.

Nach der Vorstellung des neuen Teams und seinem Konzept für die künftigen Westerwälder Gespräche, spielten Hannah Wolf (Querflöte) und Rebekka Dasbach (Klavier) zur Einstimmung drei kurze klassische Stücke aus ihrem Repertoire. Schwungvoll startete dann die Vorstellung Büchlers, indem ein kurzer Einspieler der ZDF-Morgensendung „Volle Kanne“ gezeigt wurde. Von dem Sommermärchen 2014, dem legendären Eistonnen-Interview mit Nationalspieler Per Mertesacker und den journalistischen Einblicken bis hin zu einem Ausblick auf die bevorstehende Europameisterschaft, war an diesem Abend alles rund um des Deutschen liebste Sportart dabei. Insbesondere hatte das Publikum auch die Gelegenheit, seine Fragen zu stellen und teils auch in gemeinsamen Erinnerungen an die Anfänge von Boris Büchler in Westerburg zu schwelgen. Zeit für persönliche Gespräche, Autogramme oder Fotos wurde am Ende gegeben.

Was die Terrornacht vom 13. November 2015 im Stade de France bei Büchler, der als ZDF-Sportkommentator vor Ort war, auslöste, war ebenso Thema. „Gewiss überwiegt bei der EM nun die Freude auf gute und spannende Spiele, die Sicherheit jedoch ist nicht zu verachten und darauf wird auch allerorts im Umfeld der EM geachtet“, erklärte der 46-jährige Büchler. Auch die Dopingkontrollen und die immer wieder kehrenden Skandale im Sport wurden von den Zuschauern angerissen. Im Fußball habe Büchler aber bisher keine Vorfälle miterlebt, zudem werde die deutsche Nationalmannschaft immer überprüft. Er wird die Mannschaft von Jogi Löw direkt vom Trainingslager in der Schweiz an begleiten und, je nach Siegen im Turnier, bis zu sechs Wochen am Stück Fußball pur erleben. Die Flut an Fußballinformationen in dieser Zeit, die täglich zu ihm gelange, sei mit den Jahren immer mehr geworden. „Wenn kein Spiel ist, kein Interview oder das Drehen von kurzen Videos ansteht, sitzt du stundenlang mit einem Stapel Papier vor Ort und versuchst immer auf dem neusten Stand zu sein, die schnelllebige Gesellschaft fordert dies“, sagte Boris Büchler.

Die nächste Veranstaltung der Westerwälder Gespräche findet am 22. September um 19 Uhr in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums statt. Gastredner ist dann der Historiker und Publizist Prof. Dr. Michael Wolffsohn.

 


Vergangene Veranstaltungen

Datum und Uhrzeit: 10. Mai um 19:00 Uhr

Referent: Boris Büchler (ZDF-Sportkorrespondent/-moderator)

Veranstaltungsort: Westerburg, Stadthalle

Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Boris_Büchler 


Datum und Uhrzeit: 22. September um 19:00 Uhr

Referent: Prof. Dr. Michael Wolffsohn (Historiker und Publizist, Universität der Bundeswehr München)

Veranstaltungsort: Montabaur, Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums

Homepage des Referenten: http://www.wolffsohn.de/cms/